Bildquelle: DKJS
Programm

Gemeinsam Mittendrin Gestalten

Geflüchtete Jugendliche stärken

Jugendliche mit Fluchterfahrung sind in erster Linie Jugendliche mit individuellen Stärken und Interessen. Sie haben ein Recht auf Mitbestimmung, das sie jedoch in den seltensten Fällen ausleben können: Zu unsicher ist ihre Zukunft, zu ungewiss ihr Aufenthaltsrecht. Dadurch finden ihre eigenen Wünsche wenig Gehör – es wird über sie entschieden und selten mit ihnen.

Damit diese jungen Menschen ermutigt werden Entscheidungen, die sie betreffen, selbst in die Hand zu nehmen, hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung das Programm Gemeinsam Mittendrin Gestalten – Geflüchtete Jugendliche stärken ins Leben gerufen. Ziel ist es, geflüchtete Jugendliche aktiv zu beteiligen und ihre Bedürfnisse zu erkennen – damit sie ihre Potentiale entfalten und ihre Rechte wahrnehmen können.

Programm im Überblick

Wann?

2017–2018

Für wen?

Das Programm richtet sich an geflüchtete Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren, die begleitet oder unbegleitet in Deutschland leben, erwachsene Begleiterinnen und Begleiter in Unterkünften, Wohngruppen und außerschulischen Lernorten, Vertreterinnen und Vertreter kommunaler Verwaltungen, freie Träger der Jugendhilfe und der kulturellen Jugendbildung, Fachexpertinnen und -experten sowie Personen mit Entscheidungs- und Gestaltungskompetenz im Bereich Flucht und Jugendpolitik.

Wo?

in Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt

Wirkt wie?

Projektpartner in Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt schaffen Räume, in denen Jugendliche Projekte initiieren und ihre Vorhaben selbstständig umsetzen. Die geflüchteten Jugendlichen machen sich mit den Strukturen des Gemeinwesens (wie dem Bildungssystem) vertraut und werden dabei unterstützt ihren rechtlichen Status zu klären. In Workshops planen sie ihre Zukunft auf dem Weg von der Schule ins Berufsleben, bieten eigene jugendkulturelle Angebote wie Rap-, Graffiti- oder Tanz-Workshops an und erstellen Medienprodukte. Sie übernehmen Verantwortung, finden Anschluss zu Gleichaltrigen und verbessern ihre Sprachkompetenz. Am Ende der Programmlaufzeit stehen Best-Practice-Beispiele und Handlungsempfehlungen für Akteure der öffentlichen Hand und freier Trägern, die junge Menschen mit Fluchtgeschichte stärker beteiligen wollen.

Partner

Das Programm wird von der Bertelsmann Stiftung gefördert.

Die Projekte werden durch Kooperationspartner vor Ort umgesetzt – dazu gehören die Medien-Etage im Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum Sandgasse in Hessen, das Jugendzentrum Auf der Höhe in Rheinland-Pfalz sowie das Kinder- und Jugendhaus Weißenfels in Sachsen-Anhalt.

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