Bildungslandschaften
Handlungsfeld

Bildungslandschaften

Warum das Thema wichtig ist

Bildung ist ein Schlüsselthema der kommunalen Entwicklung. Häufig fehlt jedoch eine Gesamtstrategie. Sei es Sprachförderung, Elternberatung, Inklusionsangebote oder klassische Nachhilfe. Die Bildungsangebote stehen für sich. Die Folge: Kinder, die eine breite Unterstützung benötigen, fallen durch das Raster.

Bildungslandschaften eröffnen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen neue Lernerfahrungen und bessere Teilhabechancen. Denn um jedes Kind bestmöglich zu fördern, bedarf es einer guten Vernetzung. In lokalen Bildungslandschaften werden im besten Fall alle Bildungsakteure einer Kommune gemeinsam aktiv: Verantwortliche aus der Verwaltung, pädagogisches Fachpersonal, Bildungskoordinatoren, Quartiersmanager aber auch Vertreter aus Verbänden, Vereinen und Bürgerstiftungen. Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, gelingt es, alle Kinder von Anfang an optimal zu fördern.

Um wen geht's hier eigentlich?

Der Animationsfilm zeigt, wie und wann Bildungsakteure in einer Kommune aktiv werden, um Kinder und Jugendliche die Förderung zu bieten, die sie brauchen.

Schwerpunkte der DKJS im Handlungsfeld

  • Prozessbegleitung
  • Veränderungsmanagement
  • Bildungsmonitoring
  • Übergänge gestalten
  • Kommunales Bildungsmanagement
  • (Jugend-)Beteiligung
Ein Stapel Hefte
Buch-Tipp

"Lernende Bildungslandschaften"

Dieser Leitfaden richtet sich an Menschen, die Verantwortung in lokalen oder kommunalen Bildungslandschaften tragen und die Qualität weiterentwickeln wollen.

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Maren Riepe und Britta Walkenhorst
Menschen und Geschichten

"Bildung endet nicht am Schultor"

In Hamburg wird Bildung vernetzt angegangen. Maren Riepe, Projektmanagerin im Projekt "heimspiel.Für Bildung" weiß, welche Vorteile das für die Kinder und Jugendlichen vor Ort hat.

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Bildungslandschaften auf einen Blick

Was ist eine lokale (oder kommunale) Bildungslandschaft?

Lokale Bildungslandschaften sind

  • langfristige,
  • professionell gestaltete,
  • auf gemeinsames, planvolles Handeln abzielende,
  • kommunalpolitisch gewollte
  • Netzwerke zum Thema Bildung, die –
  • ausgehend von der Perspektive des lernenden Subjekts –
  • formale Bildungsorte und informelle Lernwelten umfassen und
  • sich auf einen definierten lokalen Raum beziehen.

Dr. Anja Durdel und Peter Bleckmann: Lokale Bildungslandschaften. Perspektiven für Ganztagsschulen und Kommunen (2009)

Warum Bildungslandschaften? Bildung als Schlüsselthema der kommunalen Entwicklung

Bildung ist ein wesentlicher Faktor bei der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung von Städten, Landkreisen und Gemeinden. Eine gut ausgebaute, konzeptionell aufeinander bezogene und verlässlich miteinander verknüpfte Bildungsinfrastruktur kann zur gesellschaftlichen Teilhabe der Bürger/innen eines Gemeinwesens und zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen.

Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Weiterentwicklung kommunaler Bildungslandschaften (2009)

Eine Kommune, die Kindern und Jugendlichen eine hochwertige Bildung anbieten kann, ist auch für deren Eltern attraktiv. Bildungsorientierte Eltern fühlen sich in einer bildungsorientierten Kommune eher zu Hause. Eine Kommune, die es schafft, Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Schichten angemessen zu fördern, vergrößert deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt und verringert dadurch langfristig die eigenen Ausgaben für Sozialtransfers. Kommunen, die auf das Thema Bildung setzen, sind für den demographischen Wandel besser gerüstet.

Peter Bleckmann und Dr. Anja Durdel (DKJS): Lokale Bildungslandschaften.
Perspektiven für Ganztagsschulen und Kommunen (2009)


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