Themenjournal

„Die Erwachsenen haben ja immer das Wort“ 

Warum Demokratiebildung im Grundschulalter so wichtig ist

05.05.2026

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Wenn wir junge Menschen fragen: „Ist Demokratie wichtig?“, dann sagen die meisten: „Ja“. Wenn wir sie aber fragen: „Hast du das Gefühl, dass deine Stimme wirklich zählt?“, hören wir zu häufig: „Nein“ 

In diesem Spannungsfeld zwischen formulierten demokratischen Werten und dem, was Kinder in ihrem Alltag erleben, entscheidet sich, welche Einstellung junge Menschen zu unserer Gesellschaft und damit zur Zukunft unserer Demokratie entwickeln. Welche Erfahrungen machen sie in der Familie, in der Schule, auf dem Schulhof und in ihrer Nachbarschaft? Wie werden in ihrem Alltag Konflikte gelöst, Entscheidungen getroffen, Meinungen gehört?

Demokratiebildung muss deshalb mehr sein als Wählen zu üben oder das politische System zu erklären. Und früh beginnen.

„Demokratie ist nicht nur ein politisches System. Demokratie ist eine Praxis des Zusammenlebens.“

Peggy Eckert

Kindheitsforscherin und DKJS-Expertin für Demokratiebildung

Kinder sind keine bloßen Zuschauer:innen gesellschaftlicher Prozesse. Sie haben eine Meinung, Tatendrang, Ideen und Vorschläge. Tagtäglich erleben sie, dass über ihren Kopf diskutiert wird. Wie ihr Pausenhof oder Spielplatz aussieht. Ob sie Smartphones benutzen dürfen. Was sie in der Schule lernen sollen. Aber auch gesellschaftliche Debatten wie der Klimawandel, Krisen und Kriege sind präsenter Teil ihres Lebens und beeinflussen ihre Wahrnehmung.

Hier kann und muss Demokratiebildung ansetzen. Aber nicht als Feuerlöscher, der erst herausgeholt wird, wenn es bereits brennt – z. B. wenn wieder Wahlen vor der Tür stehen oder eine neue Krise dazukommt. Demokratiebildung ist eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe und findet jeden Tag statt. Und gerade frühe Erfahrungen prägen langfristig den Umgang mit Konflikten, den Blick auf Vielfalt und Unterschiede – und das Gefühl, mit der eigenen Stimme und dem eigenen Tun etwas bewirken zu können. Denn die Weichen dafür, ob sich eine Person für Politik interessiert, werden schon früh gestellt.²

„Es kann darum gehen, nicht einfach abzustimmen – Mehrheit gegen Minderheit – sondern so lange zu diskutieren, bis man einen Kompromiss hat, der in einen Konsens mündet.“

Agnes Scharnetztky

John-Dewey-Forschungsstelle für die Didaktik der Demokratie, Gastautorin für das Reflexionstool Demokratiebildung

Neben der Kita³ kommt der Grundschule dabei eine Schlüsselrolle zu. Sie ist für alle Kinder der institutionelle Ort, an dem sie außerhalb ihrer Familie erfahren, wie Gemeinschaft funktioniert, wie Regeln entstehen und auf welche Weise Entscheidungen getroffen werden. Gerade im Grundschulalter kann Demokratiebildung daher viel erreichen.

Wenn Kinder in der Schule, aber auch in ihren Gemeinden oder Stadtvierteln, in Sportvereinen oder Freizeitorten erleben, dass ihre Perspektiven zählen, dass Konflikte fair und gewaltfrei ausgehandelt werden können und dass Unterschiede respektiert werden, lernen sie etwas Grundlegendes: Demokratie ist nicht nur ein politisches System. Demokratie ist eine Praxis des Zusammenlebens. 

Die zentrale Frage lautet also: Erfahren junge Menschen Demokratie als etwas, das sie betrifft? Und an dem sie teilhaben können? 

Damit ist Demokratiebildung nichts Fakultatives, sondern eine zentrale Voraussetzung für eine lebendige und stabile demokratische Gesellschaft.

 

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Was wir unter Demokratiebildung verstehen

Videoreihe

Kinderstimmen zur Demokratie

Kinder erleben Demokratie jeden Tag: beim Streiten, Verhandeln, Mitentscheiden. Doch ihre Stimmen werden oft überhört. Unsere Videoreihe „Kinderstimme zur Demokratie“ zeigt, wie junge Menschen Gesellschaft erleben und diese mitgestalten wollen – und warum Erwachsene sie dabei stärken müssen.

Alle Videos auf unserem Youtube-Kanal

Was meinen wir eigentlich mit Demokratiebildung? Dass Kinder Parteiprogramme diskutieren oder politische Debatten führen sollen? Warum nicht – in kindgerechter Form ist auch das möglich. Aber vielmehr geht es darum, Kindern zu vermitteln, wie demokratisches Zusammenleben funktioniert – und dass sie erfahren: Ich bin selbst ein Teil davon. 

In der Forschung wird Demokratiebildung häufig als Bildung über, durch und für Demokratie beschrieben. Diese drei Dimensionen ergänzen sich gegenseitig und verdeutlichen, dass demokratisches Lernen sowohl Wissen, Erfahrung als auch Werte umfasst.⁴

 

Lernen über Demokratie

bedeutet, Wissen über demokratische Systeme, Institutionen und Verfahren zu erwerben. Kinder erfahren beispielsweise, wie Entscheidungen getroffen werden oder welche Aufgaben Parlamente und Regierungen haben. Solches Wissen hilft ihnen, gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und politische Prozesse einordnen zu können.

Lernen durch Demokratie

stellt die Erfahrung in den Mittelpunkt. Kinder erleben demokratische Prozesse im Alltag – etwa, wenn sie an Entscheidungen beteiligt werden, wenn Regeln gemeinsam ausgehandelt werden oder wenn Konflikte fair gelöst werden. Demokratie wird so nicht nur erklärt, sondern praktisch erfahren und als Lebensform erlebbar.

Lernen für Demokratie

schließlich bezieht sich auf Werte und Orientierungen, die demokratisches Zusammenleben tragen. Dazu gehören demokratische Einstellungen, Respekt gegenüber anderen, die Anerkennung unterschiedlicher Perspektiven, die Bereitschaft zum Dialog und die Fähigkeit, Verantwortung für das gemeinsame Zusammenleben zu übernehmen.⁵

Demokratiebildung ist Lerninhalt, Lernprozess und Ziel von Bildung. Wir beschreiben Demokratiebildung deshalb als einen Prozess, in dem Kinder Demokratie lernen, erleben und mitgestalten – mit dem Ziel, sie in ihrer aktiven und mündigen Beteiligung an der Gesellschaft und Demokratie zu stärken.⁵ 

Dabei geht es nicht nur um Wissensvermittlung oder die Stärkung einzelner Kompetenzen. Demokratiebildung eröffnet Räume, in denen Kinder eigenständig handeln, diskutieren, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Lösungen entwickeln können. Sie schafft Gelegenheiten für selbstständiges, soziales, kommunikatives und partizipatorisches Handeln.⁶ Demokratiebildung stärkt so kritische Urteilskraft und Selbstwirksamkeit und begleitet emanzipatorische Bildungsprozesse.

 

Demokratiebildung ist mehr als Kompetenzen stärken

In bildungspolitischen Debatten wird Demokratiebildung immer wieder über Kompetenzen beschrieben. Kinder sollen lernen, eigene Standpunkte zu entwickeln, andere Perspektiven anzuerkennen oder Konflikte konstruktiv zu lösen. 

Der Fokus auf Kompetenzen allein greift jedoch zu kurz. Demokratiebildung bedeutet mehr als die Förderung einzelner Fähigkeiten. Sie unterstützt Kinder dabei, gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, demokratische Werte kennenzulernen und zu verteidigen, aber auch eigene Erfahrungen mit Beteiligung einzuordnen. 

Dazu gehört auch, 

  • unterschiedliche Perspektiven auszuhalten, 
  • gemeinsam Lösungen auszuhandeln, 
  • Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen, 
  • und die eigene Lebenswelt aktiv mitzugestalten. 

Demokratiebildung stärkt damit nicht nur Kompetenzen, sondern auch Haltungen und Orientierungen, die für demokratisches Zusammenleben entscheidend sind. 

A U S S C H N I T T   I N T E R V I E W

Wie Grundschulkinder Demokratie lernen – und warum Erwachsene dabei umdenken müssen

 

Mit den proRespekt-Coaches Sabine und Dionysia von der Berliner Theodor-Storm-Schule haben wir über Selbstwirksamkeit, überraschend reflektierte Kinder und die Frage, was eine Nintendo-Konsole mit Demokratiebildung zu tun hat, gesprochen. 

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Warum ist Demokratiebildung in der Grundschule wichtig?

Sabine: Wenn wir wollen, dass unsere Gesellschaft demokratisch bleibt, dann müssen wir Demokratie auch vermitteln – so selbstverständlich wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Demokratie ist nichts, was Kinder automatisch lernen. Sie ist nicht angeboren, sondern wird eingeübt.

Dionysia: Gleichzeitig ist Mitbestimmung ein Kinderrecht – und im Schulgesetz verankert. Kinder haben also nicht nur die Fähigkeit, sondern auch das Recht, beteiligt zu werden. Und man könnte auch sagen: Demokratiebildung ist Gewaltprävention. Wer seine Rechte kennt und die Rechte anderer respektiert, kann Konflikte anders lösen. 

 

Wie knüpft die Grundschule an Erfahrungen aus dem Kindergarten an?

Dionysia: Viele Kinder kennen Mitbestimmung schon aus dem Kindergarten. Dort wird gemeinsam entschieden, was gemacht wird oder wie Feste aussehen. Und wir sehen ganz klar: Je früher man anfängt, desto selbstverständlicher wird es für die Kinder.

Sabine:
In der Grundschule führen wir das weiter – zum Beispiel im Klassenrat. Die Grundidee bleibt gleich: zusammenkommen, zuhören, verhandeln. Aber es wird verbindlicher und strukturierter. 

 

Wie zeigt sich Demokratie in eurem Schulalltag konkret?

Sabine: Kinder können bei vielen Themen mitentscheiden – von Ausflügen bis hin zu Fragen des Unterrichts. Man sieht es auch in der Pause: Die Kinder haben sich gemeinsam einen Fußballplan ausgedacht. Sie entscheiden, wer wann spielen darf. Und man sieht es auch bei uns im Raum und im Flur. Da haben wir Poster über Kinderrecht hängen.

Dionysia: Auch formal gibt es viele Beteiligungsmöglichkeiten, etwa in der Schulkonferenz. Dort haben Kinder die gleiche Stimme wie Erwachsene. In der Praxis ist das natürlich komplexer. Aber schon kleine Dinge sind wichtig: Rückmeldungen zum Unterricht geben, Wünsche äußern, Anträge stellen. Und: Sie bekommen eine Antwort – auch ein begründetes Nein gehört dazu.

 

Das vollständige Interview lesen

Beteiligung und Demokratiebildung

Wo liegt eigentlich der Unterschied?
Durch Beteiligung erfahren junge Menschen, dass sie Gesellschaft gestalten können, lernen praktisch, wie demokratische Aushandlungsprozesse funktionieren und entwickeln demokratische Kompetenzen. Umgekehrt bereitet Demokratiebildung auf Beteiligung vor, indem sie das notwendige Wissen, die Haltungen und Fähigkeiten vermittelt, um sich wirksam in politische Prozesse einbringen zu können.⁷

Beteiligung ist ein wichtiger Grundpfeiler von Demokratiebildung, denn Beteiligung bedeutet die aktive Teilnahme, die Befähigung dazu und das Schaffen von Teilhabe. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen umfasst ihre aktive und freiwillige Mitsprache, Mitbestimmung und Mitwirkung an Entscheidungen und Prozessen. Sie stärkt ihre Selbstwirksamkeit und erfordert, dass Macht geteilt und abgegeben wird.

Zum Video mit Dean und Lennox

Als Expert:innen ihrer eigenen Lebenswelten beobachten Kinder genau, was in ihrem Alltag passiert: im Klassenraum, auf dem Schulhof, in der Familie oder in ihrem sozialen Umfeld. Diese alltäglichen Erfahrungen sind ein zentraler Ausgangspunkt für demokratisches Lernen. Unsere Aufgabe als Erwachsene ist es, sie zu begleiten und ihre alltäglichen Fragen und Interessen in politische Zusammenhänge einzuordnen.   

 

Demokratiebildung nimmt Kinder ernst

Wie eng demokratisches Lernen mit Alltagserfahrungen verbunden ist, zeigt ein Beispiel aus der politischen Bildungsarbeit mit Grundschulkindern. In einem wöchentlichen Projektangebot der Kopilot*innen in Kassel wünschten sich Drittklässlerinnen: Wir wollen Schleim herstellen. Auf den ersten Blick scheint das wenig mit politischer Bildung zu tun zu haben. Auf den zweiten Blick dann aber doch: Denn die Mädchen äußerten, dass es für sie keinen Ort gibt, Schleim zu machen, weil die Erwachsenen das nicht zulassen. Weder in der Ganztagsbetreuung noch zuhause. Schleim herstellen ist eben doch politisch: Im Projekt wurden daraufhin die Rechte von Kindern besprochen – etwa das Recht auf Spiel und Freizeit – und die Interessen und Argumente von Erwachsenen („Kein Schleim an die Wände!?“) und Kindern („Es muss so richtig flutschen!“) gemeinsam erarbeitet und abgewogen. Die Kinder erarbeiteten sich so ein Recht auf Schleim. Ausgehend von der scheinbar unpolitischen Aktivität der Schleimherstellung, setzten sich Erwachsene und Kinder mit Fragen von Mitbestimmung, Kinderrechten und Machtverhältnissen auseinander.⁸ 

Das Beispiel zeigt, dass politische Bildung mit Kindern häufig dort beginnt, wo ihre eigenen Interessen und Erfahrungen ernst genommen werden und die politische Dimension der Themen, die sie beschäftigen, sichtbar gemacht wird. Demokratisches Handeln entsteht nicht immer aus abstrakten Diskussionen, sondern oft aus konkreten Alltagssituationen. So funktioniert auch Demokratiebildung mit Kindern gut: vom Konkreten ins Abstrakte. 

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workshops des schüler:innen kongresses am 01.06.2023

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Demokratiebildung knüpft an die Lebenswelten der Kinder an. Anlassbezogene Diskussionen über aktuelle Themen und Bedürfnisse sind dabei ebenso wichtig wie bewusst gestaltete Lernarrangements, in denen Kinder Wissen erfahren oder demokratische Entscheidungsprozesse erleben und mitgestalten.⁹   

Entscheidend ist die Haltung der Erwachsenen: Nur wenn Erwachsene Kinder und ihre Bedürfnisse ernst nehmen, entsteht – wie im Schleimbeispiel aus Kassel – ein Raum für echte Demokratiebildung.

 

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Demokratiebildung ist Pflicht: Warum wir handeln müssen

Trotz wachsender Aufmerksamkeit für Demokratiebildung liegt der Schwerpunkt auf Jugendlichen. Viele Angebote wenden sich an weiterführende Schulen oder die außerschulische Jugendarbeit. Kinder im Grundschulalter stehen dagegen bislang wenig im Fokus. Dabei sind Kinder täglich mit politischen Themen konfrontiert. Sie sind Teil unserer Gesellschaft und wollen und können Politik und Demokratie aktiv mitgestalten.  

Das belegen auch Studien zur politischen Sozialisation, die zeigen: Kinder werden unterschätzt. Auch im Grundschulalter, also zwischen 6 und 12 Jahren, entwickeln sie ein deutliches Interesse an politischen und gesellschaftlichen Fragen und setzen sich aktiv mit Themen des Zusammenlebens auseinander.¹⁰ 

Entgegen allgemeinen Annahmen sind Kinder keineswegs unpolitisch. Forschung zeigt, dass sie über politische Kenntnisse, Interessen und Orientierungen verfügen und gesellschaftliche Themen aufmerksam beobachten.¹⁰ Sie nehmen Ungerechtigkeiten wahr, diskutieren Regeln und entwickeln eigene Vorstellungen davon, wie Zusammenleben organisiert sein sollte. 

Demokratische Gesellschaften sind darauf angewiesen, dass jede Generation demokratische Werte, Haltungen und Praktiken neu erlernt, verhandelt und verteidigt. Und bereits von Geburt an haben Kinder ein Recht darauf, ernst genommen und beteiligt zu werden. Demokratiebildung beginnt daher bereits im Kindesalter und nicht erst mit ihrem Wahlrecht. Denn Demokratiebildung ist kein Instrument, um Wahlergebnisse zu beeinflussen oder politische Einstellungen zu steuern. Ihr Ziel ist vielmehr, junge Menschen zu stärken, sich eine eigene Meinung zu bilden, gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu reflektieren und sich für das demokratische Zusammenleben einzusetzen. 

 

Kinder haben ein Recht auf Demokratiebildung

Kinder können und wollen Gesellschaft mitgestalten, aber noch wichtiger: Sie haben auch das Recht darauf, gehört zu werden, sich zu beteiligen und ihre Lebenswelt mitzugestalten. 

Diese Rechte sind in der UN-Kinderrechtskonvention fest verankert. Besonders zentral ist Artikel 12: Er garantiert Kindern das Recht, sich eine eigene Meinung zu bilden und bei allen Angelegenheiten, die sie betreffen, gehört zu werden. 

Demokratiebildung trägt dazu bei, diese Rechte einzulösen. Sie schafft Räume, in denen Kinder ihre Perspektiven einbringen können und ihre Stimmen ernst genommen werden.

 

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Was Kinder von Erwachsenen brauchen

Demokratie lernen Kinder nicht allein durch Unterrichtsinhalte oder einzelne Projekte. Sie lernen Demokratie vor allem durch die Verbindung von Wissensvermittlung und demokratischen Erfahrungen in ihrem Alltag. Dafür brauchen sie Erwachsene, die fragen, was Kinder wollen, was sie bewegt, echte Beteiligung ermöglichen und demokratische Werte im Alltag sichtbar machen. Und dabei ihre eigene Rolle reflektieren.  

Denn Erwachsene verfügen in pädagogischen Kontexten über strukturelle Macht: Sie setzen Regeln, treffen Entscheidungen und bestimmen häufig den Rahmen von Beteiligungs- und Demokratiebildungsprozessen. Sich dieser Machtasymmetrien bewusst zu sein, ist eine zentrale Voraussetzung für gelingende Demokratiebildung. 

 

Erwachsene als reflektierte Begleiter:innen

Wenn wir als Erwachsene Demokratie vorleben und vermitteln wollen, müssen wir uns dieser ungleichen Machtverhältnisse bewusst sein. Erwachsene gehen oft davon aus, „dass sie allein aufgrund ihres Alters intelligenter, kompetenter, schlicht besser sind als Kinder und Jugendliche und sich daher über deren Meinungen und Ansichten hinwegsetzen“¹¹ dürfen. 

Demokratie unter Druck – Neutralität in der Schule

In der politischen Bildung bedeutet Neutralität nicht, sich herauszuhalten. Fachkräfte handeln parteipolitisch unabhängig, geben aber gleichzeitig Orientierung auf Grundlage demokratischer Werte. Ziel ist es, junge Menschen zu befähigen, sich eine eigene fundierte Meinung zu bilden. Positionen, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung infrage stellen, werden dabei nicht gleichwertig behandelt, sondern pädagogisch eingeordnet.

Aktuelle Debatten zeigen, dass „Neutralität“ häufig missverstanden wird. Schweigen ist keine neutrale Option: Wer bei demokratiefeindlichen oder diskriminierenden Aussagen nicht reagiert, riskiert, diese zu normalisieren. Pädagogische Fachkräfte stehen deshalb in der Verantwortung, klare Grenzen zu setzen und demokratische Werte aktiv zu vertreten – und zugleich Räume für offene Diskussion und eigenständige Meinungsbildung zu sichern. Neutralität bedeutet in diesem Sinne nicht Passivität, sondern eine reflektierte professionelle Haltung.

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Damit solche Prozesse gelingen können, kommt Erwachsenen eine zentrale Rolle zu. Dazu gehört, die eigene Haltung immer wieder zu reflektieren, Machtasymmetrien wahrzunehmen und Kindern echte Mitgestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. Gleichzeitig benötigen pädagogische Fachkräfte Handlungssicherheit, um diese Lernprozesse zu begleiten – insbesondere in Situationen, in denen Konflikte entstehen oder unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen. Qualifizierung und Austausch sind deshalb wichtige Voraussetzungen für gelingende Demokratiebildung. 

Wir dürfen Kinder nicht primär als „noch nicht fertige“ Erwachsene betrachten, sondern als eigenständige Subjekte mit eigenen Perspektiven, Erfahrungen und Deutungen der Welt. Kinder sind echte Expert:innen ihrer Lebenswelt. Ihre Themen, Fragen und Beobachtungen bilden wichtige Ausgangspunkte für Demokratiebildung.¹² 

Kinder ernst zu nehmen, bedeutet also, ihre Anliegen aufzugreifen und gemeinsam Bezüge zu gesellschaftlichen und politischen Fragen herzustellen. Kinder beobachten sehr genau, ob ihre Meinungen wirklich zählen oder ob Beteiligung nur symbolisch stattfindet. 

Qualitätskriterien

Was ist gute Demokratiebildung?

Gemeinsam mit Jugendlichen, Menschen aus der schulischen und außerschulischen Praxis, aus Politik und Wissenschaft hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) Qualitätskriterien guter Demokratiebildung entwickelt. Dazu gibt es jeweils kurze Filme mit Praxisstimmen sowie detailliertes Wissen, Materialien und Tipps in unserem Reflexionstool Demokratiebildung.

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Wenn Kinder erleben, dass ihre Fragen, Ideen und Kritik aufgegriffen werden, stärkt das ihr Gefühl von Selbstwirksamkeit. Sie erfahren, dass ihre Stimme Bedeutung hat und dass sie Einfluss auf ihre Umgebung nehmen können. Gleichzeitig lernen sie, Verantwortung für gemeinsame Entscheidungen zu übernehmen. 

Für Erwachsene bedeutet das, Kindern nicht nur zuzuhören, sondern ihre Perspektiven bewusst einzubeziehen und Entscheidungen gemeinsam mit ihnen zu treffen. Das erfordert Offenheit, Zeit und die Bereitschaft, Kontrolle abzugeben. 

Solche konkreten Gelegenheiten des Demokratielernens entstehen nicht nur in formalen Beteiligungsformaten wie Klassenräten oder Schulparlamenten. Sie finden auch in vielen alltäglichen Situationen statt: wenn Regeln gemeinsam ausgehandelt werden, wenn Konflikte besprochen werden oder wenn Kinder an der Gestaltung ihres Lernumfelds bis zum Mittagessen und darüber hinaus beteiligt sind. Beteiligung darf nicht nur punktuell stattfinden. Sie sollte als selbstverständlicher Bestandteil ihres Alltags verstanden werden. 

Die vielfältigen Themen von Kindern aus ihrem Alltag sowie aus Welt- und Zeitgeschehen sind ideale Anlässe, um über Demokratie zu sprechen und sie erfahrbar zu machen: Wie kann man Karneval diskriminierungskritisch feiern?¹² Warum sind große Sportereignisse wie die Olympischen Spiele politisch¹³ oder weshalb sind Landtagswahlen auch für Kinder relevant, obwohl sie nicht wählen dürfen?¹⁴

Strukturen und Kooperationen, die Demokratie ermöglichen

Neben der Haltung einzelner Fachkräfte spielen auch institutionelle Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle. Demokratiebildung kann nur gelingen, wenn Bildungsorte entsprechende Strukturen schaffen und die Potenziale von Kooperationen ausschöpfen.¹⁵

Für die Demokratiebildung hat multiprofessionelle Zusammenarbeit in der Schule und im Ganztag eine wichtige Bedeutung, z. B. wenn Schulen mit außerschulischen Fachkräften aus der Jugendhilfe, Vereinen oder Zivilgesellschaft gemeinsam arbeiten oder Projekte im Ganztag übergreifend stattfinden.

Denn Kooperationen vernetzen Bildungsakteur:innen und ermöglichen neue konzeptionelle, methodische und personelle Zugänge. Die Vielfalt an Expertise ermöglicht es Demokratiebildner:innen, neue Ansätze kennenzulernen sowie Themen und Methoden an den individuellen Bedürfnissen und Lebensrealitäten der jungen Menschen zu orientieren. Wenn verschiedene Fachkräfte zusammenarbeiten, müssen sie sich abstimmen und Kompromisse finden. Kinder beobachten das und lernen so demokratisches Miteinander.

„Demokratie wird nicht allein durch Wissen verstanden. Sie wird durch Erfahrung gelernt und geprägt. Dabei ist die gemeinsame, pädagogisch begleitete Reflexion entscheidend.“

Kathrin Fehse

DKJS-Expertin für Demokratiebildung

Der Kern bleibt dabei immer derselbe: Demokratie wird nicht allein durch Wissen verstanden. Sie wird durch Erfahrung gelernt und geprägt. Gemeinsame, pädagogisch begleitete Reflexion ist dabei gerade für Grundschüler:innen entscheidend.

Demokratiebildung an der Schule gilt dann als erfolgreich, wenn sie im Dreiklang aus Fachunterricht, fächerübergreifendem Arbeiten und der demokratischen Schulkultur erfolgt.¹⁶ Kooperationen können in allen Bereichen umgesetzt werden. Dazu gehören etwa verlässliche Beteiligungsformate, ausreichende Zeit für gemeinsame Entscheidungsprozesse und eine Atmosphäre, in der unterschiedliche Perspektiven willkommen sind. Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit im multiprofessionellen Kollegium und mit außerschulischen Partner:innen, um demokratische Lernräume zu erweitern.¹⁷ Kooperationen zwischen schulischen und außerschulischen Akteur:innen verbinden die Reichweite und Verbindlichkeit der Institution Schule mit den vielfältigen Ansätzen und Expertisen der Zivilgesellschaft – etwa aus Vereinen, Bibliotheken, Theatern oder Museen. So entstehen Synergien durch unterschiedliche Perspektiven, interdisziplinäre Zusammenarbeit, gebündelte Ressourcen sowie neue Lernorte und Freiräume.

In der konkreten Projektarbeit schaffen solche Kooperationen vielfältige Gelegenheiten für demokratische Lernerfahrungen – sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für die beteiligten Partner:innen. Kooperative Demokratiebildung hat dabei ein besonderes Potenzial: Sie bildet die Lebenswelten junger Menschen ab und wirkt nachhaltig in die Gesellschaft hinein.

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Wo Demokratiebildung gelingt

Kinder-Zukunfts-Rat in Moritzburg

Wie fühlt sich echte Mitbestimmung für Kinder an – und was passiert, wenn ihre Ideen wirklich zählen? Der Bürger:innenrat mit Kindern macht genau das erlebbar: Im Kinder-Zukunfts-Rat in Moritzburg diskutieren Kinder, entwickeln eigene Vorschläge und bringen ihre Sicht direkt in politische Prozesse ein. Das Praxisbeispiel zeigt, wie Beteiligung auf Augenhöhe funktioniert – konkret, wirksam und inspirierend für alle, die Kinder ernsthaft in Demokratie einbeziehen wollen.

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Qualitätskriterien für gute Demokratiebildung:

Das Reflexionstool

Das Reflexionstool unterstützt Erwachsene, die im engeren wie weiteren Sinn in der Demokratiebildung aktiv sind – als Arbeitshilfe zur Selbsteinschätzung, Reflexion und Anregung. Niedrigschwellig und klar gestaltet enthält es viele Reflexionsfragen und Impulse, die zum direkten Arbeiten und Reflektieren der eigenen Haltung und Rolle sowie der alltäglichen Arbeit motivieren. Außerdem bietet es eine kuratierte Materialsammlung, aktuelle Beiträge zum Thema und eine ausführliche Beschreibung der Qualitätskriterien mit Praxisstimmen und -filmen.

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Wegecheck – Kinder zeigen, wo´s langgeht

Der Wegecheck rückt die Perspektiven von Kindern in den Mittelpunkt und macht sichtbar, wie sie ihre Lebenswelt erleben und gestalten möchten. Das praxisnahe Format unterstützt Fachkräfte und Kommunen dabei, Beteiligungsprozesse kindgerecht umzusetzen und gemeinsam mit Kindern ihre Umgebung zu erkunden, zu bewerten und zu verbessern. Mit konkreten Methoden, Materialien und Beispielen aus der Praxis lädt der Wegecheck dazu ein, Beteiligung nicht nur mitzudenken, sondern aktiv und nachhaltig zu verankern. 

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proRespekt

Das Berliner Landesprogramm unterstützt fachlich und personell Schulen dabei, demokratische oder gewaltpräventive Schulentwicklungsvorhaben zu definieren und umzusetzen. Auch 16 Grundschulen nehmen teil. ProRespkt veröffentlicht einen monatlichen Fachbrief und auf der Programmwebseite Einblicke und Ansätze aus der pädagogischen Praxis der proRespekt-Coaches an den teilnehmenden Schulen.

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Demokratiebildung darf kein Zufallsprodukt sein

Junge Stimmen lauter drehen

Kinder nehmen ihre Stadt oder Gemeinde anders wahr als Erwachsene. Aber ihre Perspektive fehlt oft, wenn Entscheidungen getroffen werden, bei denen es um ihre Zukunft oder ihren Alltag im Hier und Jetzt geht.

Wir setzen uns dafür ein, dass junge Stimmen mehr Gehör finden.

Wichtige Takeaways für gute Demokratiebildung im Grundschulalter
Haltung zählt: Kinder ernst nehmen, ihnen mehr zutrauen und Beteiligung ermöglichen

Demokratiebildung beginnt mit der Haltung der Erwachsenen. Kinder müssen als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen und ernst genommen werden. Es braucht ein echtes Zutrauen in ihre Fähigkeiten. Dazu gehört, ihnen Verantwortung zu übertragen und ihnen echte Mitbestimmung zu ermöglichen. Kinder sind in der Lage, sich eine Meinung zu bilden, Entscheidungen zu treffen und Konflikte auszuhandeln, wenn man ihnen die entsprechenden Räume eröffnet. Nur wenn sie erleben, dass ihre Perspektiven zählen, ihnen etwas zugetraut wird und sie tatsächlich etwas bewirken können, entwickeln sie ein Verständnis von Demokratie und Vertrauen in ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten. Diese Haltung gilt es auf allen Ebenen zu stärken – in der Ausbildung- und Weiterbildung, aber auch im Alltag der Fachkräfte und der Steuerungsebene. 

An Lebenswelten und konkrete Erfahrungen der Kinder anknüpfen

Demokratisches Lernen gelingt besonders dann, wenn es an den Alltag von Kindern anschließt. Themen wie Gerechtigkeit, Mitbestimmung, Konflikte oder Vielfalt sollten als anlassbezogene Demokratiebildung aus konkreten Situationen im Schul- und Lebensumfeld heraus bearbeitet werden. Statt abstrakter Inhalte braucht es erfahrungsbezogene Zugänge, die Kinder aktiv einbeziehen. 

Demokratiebildung als Basisaufgabe verstehen

Demokratiebildung sollte nicht punktuell stattfinden, sondern als kontinuierlicher Bestandteil im Alltag der Kinder verankert sein. Unterricht, Ganztagsangebote und außerunterrichtliche Aktivitäten müssen stärker zusammengedacht werden, sodass Kinder demokratische Prinzipien regelmäßig erleben und einüben können. Angebote für Kinder im Grundschulalter müssen ausgebaut werden. Dafür brauchen pädagogische Fachkräfte Zeit, Ressourcen und fachliche Unterstützung, um qualitativ hochwertige Demokratiebildung umzusetzen. Fortbildungen, Austauschformate und praxisnahe Materialien sind entscheidend, um Handlungssicherheit im Umgang mit komplexen Themen wie Vielfalt, Konflikten oder Desinformation zu gewinnen.  

Multiprofessionelle Zusammenarbeit stärken und Ganztagsstrukturen einbinden

Die wachsende Bedeutung ganztägiger Bildungsangebote bietet erhebliche Chancen für Demokratiebildung. Hier kann kooperatives und multiprofessionelles Arbeiten hohe Wirkung erzielen. Eine wirksame Demokratiebildung erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Akteure: Lehrkräfte, pädagogisches Personal, Schulsozialarbeit und außerschulische Partner. Durch Kooperation entstehen vielfältigere Lerngelegenheiten und Kinder profitieren von unterschiedlichen Perspektiven und Kompetenzen.  

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    Unsere Demokratie steckt in einer Krise. Um dieser zu begegnen, braucht es gute Politik, die die Anliegen junger Menschen ernst nimmt, ihnen gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht – insbesondere auch denjenigen, die in Risikolagen aufwachsen. 

    Wir empfehlen, Demokratiebildung und Kinder- und Jugendbeteiligung durch folgende Maßnahmen verbindlich, wirksam und bundesweit zu stärken:

     

    1. Ernstgemeinte Kinder- und Jugendbeteiligung muss strukturell auf allen Ebenen umgesetzt und verankert werden, dazu muss sie von einer freiwilligen Leistung zu einer flächendeckenden Pflichtaufgabe für Politik, Verwaltung und Bildungsorte werden. 
    2. Demokratieförderung heißt, mehr Demokratiebildung und politische Bildung, mehr Schutzräume und mehr Unterstützung für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Strukturen und Angebote an Schulen und außerschulischen Lern- und Lebensorten müssen weiter ausgebaut und gestärkt werden. 
    3. Kinder- und Jugendarbeit und Demokratiebildung sind nicht verhandelbar und müssen über den Bundeshaushalt langfristig gesichert und in verbindlichen Förderungen z. B. in Form eines Demokratiefördergesetzes verankert sein. 

    Wir brauchen einen ernsthaften Generationendialog und echte Mitentscheidung junger Menschen. Eine flächendeckende Absenkung des Wahlrechts sowie Jugendchecks auf Landes- und Bundesebene und die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz sind wichtige Schritte dahin und stärken demokratische Teilhabe, Verantwortung und die Repräsentation junger Perspektiven nachhaltig.

Ansprechpartnerinnen
Porträtfoto

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Peggy Eckert

Demokratiebildung

DKJS Sachsen
Bautzner Str. 22 HH
01099 Dresden

+49 (0)351 32 01 56 66
peggy.eckert@dkjs.de

kathrin fehse edit

Kathrin Fehse

Demokratiebildung

DKJS Bayern
c/o Design Offices
Luise-Ullrich-Str. 14
80636 München

+49 (0)89 21 53 69 71 8
kathrin.fehse@dkjs.de

  • ¹ analyse-politische-einstellungen-und-wahlverhalten-junger-menschen.pdf

    ² Monika Buhl: Trajectories: Verläufe politischer Identität im Jugendalter, in: kursiv 1/2006.

    ³ Siehe DKJS-Arbeitsmaterialien für die Kitapraxis „Demokratie von Anfang an“ https://www.dkjs.de/publikation/demokratie-von-anfang-an/

    ⁴ Vgl. Leonhard Birnbacher, Juliane Engel, Katharina Stadler, Katja Flämig: Demokratiebildung im Ganztag. Ergebnisse von qualitativen Befragungen und Beobachtungen im grundschulischen Ganztag. Abschlussbericht Deutsches Jugendinstitut, 2024. Sowie Sabine Achour: Gesellschaftspolitische, didaktische und pädagogische Perspektiven auf Demokratiebildung, in: Sabine Achour et al. (Hrsg.): Handbuch Demokratiebildung und Fachdidaktik, Band 1, 2025.

    ⁵ Vgl. ebd.

    ⁶ Vgl. Steve Kenner, Dirk Lange: Demokratiebildung als Querschnittsaufgabe, in Beutel, Gloe, Himmelmann, Lange, Reinhardt, Seifert, (Hrsg.): Handbuch Demokratiepädagogik, 2022.

    ⁷ Vgl. Sabine Achour: Demokratiebildung: Was ist das? – Politische Bildung, die sich lohnt!, in:  Wochenschau-Sonderausgabe „Demokratiebildung“, 2021.

    ⁸ Peggy Eckert: „Resiliente Demokratie und Demokratielernen“ in Sammelband „Impulse für Jugendbeteiligung auf Bundesebene“ 2026 Warum brauchen wir Jugendbeteiligung? – DKJS

    ⁹ Vgl. Vanessa Lindner, Finn Sörje, Jasmin-Marei Christen: Die politische Dimension von Schleim, in: Außerschulische Bildung, Ausgabe 3-2024, 2024.

    ¹⁰ Vgl. Helle Becker: OPEN – Offene Jugendarbeit und politische Jugendbildung gemeinsam engagiert: Erfahrungen und Erkenntnisse, 2024.

    ¹¹ Vgl. Simone Abendschön: Politische Sozialisation von Kindern im Vorschul- und Grundschulalter, im Sammelband „Young Citizens“ 2022

    ¹² Vgl. Abendschön 2022.

    ¹³ Vgl. Richter, Sandra (2013): Adultismus: die erste erlebte Diskriminierungsform? Theoretische Grundlagen und Praxisrelevanz.

    ¹⁴ Steve Kenner, Dirk Lange: Young Citizens – Das Politische an der politischen Bildung, in: Iris Baumgardt, Dirk Lange (Hrsg.): Young Citizens. Handbuch politische Bildung in der Grundschule, 2022. Sowie Steve Kenner, Frederik Neuhof: Schulen als politische Orte, in: POLIS 2/2024.

    ¹⁵ Zwischen Spaß und Haltung – Karneval mit Kindern diskriminierungskritisch feiern | Das Reflexionstool | Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH 

    ¹⁶ Mehr als Medaillen: Warum Olympia auch Demokratie lehrt | Das Reflexionstool | Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH

    ¹⁷ Mit Kindern über Wahlen sprechen? Unbedingt! | Das Reflexionstool | Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH

    ¹⁸ Vgl. BMFSFJ: 16. Kinder- und Jugendbericht. Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter, 2020. Sowie Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung: Demokratieförderung im Jugendalter an der Schnittstelle Schule – außerschulische Akteure, 2018. Siehe auch: ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz: Demokratiebildung als Auftrag der Schule, 2024.

    ¹⁹ Vgl. Stellungnahme der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz: Demokratiebildung als Auftrag der Schule – Bedeutung des historischen und politischen Fachunterrichts sowie Aufgabe aller Fächer und der Schulentwicklung, 2024. 

    ²⁰ Vgl. BMFSFJ: 16. Kinder- und Jugendbericht. Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter, 2020. Sowie Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung: Demokratieförderung im Jugendalter an der Schnittstelle Schule – außerschulische Akteure, 2018. Siehe auch: ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz: Demokratiebildung als Auftrag der Schule, 2024. 

  • Herausgeberin: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH, 2026

    Redaktion: Peggy Eckert, Kathrin Fehse, Lena Fiedler, Janice Fuchs, Sabine Käferstein, Sophie Marschner

    Illustration & Grafik: Elisa Bischoff  | dynalog 

    Animation, Grafik & Digitale Umsetzung: Louay Sayem-Edaher | dynalog