Mitfeiern, Mitbestimmen, Medieninteresse – So war die OstVISION in Chemnitz
Die selbstorganisierte Jugendkonferenz brachte wichtige Einblicke in die Themen und Wünsche von jungen Menschen
10.10.2025

© DKJS/Katja Knetschke
Am 8. Oktober 2025 fand auf dem Garagencampus in Chemnitz die Jugendkonferenz OstVISION statt – organisiert von jungen Menschen für junge Menschen. Unter dem Motto „Bleiben oder gehen? Perspektiven für junge Menschen im Osten“ erlebten über 100 Teilnehmende einen Tag voller Mitmachangebote, Kreativität und politischer Diskussionen. Auch die Medien zeigten sich stark interessiert. So stellten sich die jungen Organisatoren vor Ort unter anderem den Fragen vom Morgenmagazin (ARD), der Freien Presse, Tag 24, des MDR und dem Deutschlandfunk.
Austausch mit politischen Entscheiderinnen
Die Konferenz bot nicht nur den jungen Organisatoren den direkten Austausch mit Entscheidungsträger:innen. Am Nachmittag nahmen u.a. Petra Köpping (Staatsministerin, SMS), Susann Rüthrich (Kinder- und Jugendbeauftragte Sachsen) und Ines Saborowski (Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags) nach einem Rundgang über die Konferenz am offenen Fishbowl-Talk teil. Auch die Geschäftsführerin der DKJS, Anne Rolvering, war Teil dieser Runde. Gemeinsam mit den Jugendlichen wurde intensiv über zentrale Fragen zur Lebenswelt von jungen Menschen diskutiert – von Freizeitmöglichkeiten über vorhandene und noch auszubauende Beteiligungsmöglichkeiten. Auch die Keynote von Luna Möbius machte hier vorab klar: junge Menschen wollen nicht nur gehört werden, sie wollen auch, dass ihre Wünsche umgesetzt werden.
Damit wurden die Meinungen und Herausforderungen der Jugendlichen bereits vor Ort hörbar und sichtbar. Viele der Wünsche und Ideen fließen in eine filmische Dokumentation ein, die die Ergebnisse auch über den Konferenztag hinaus auch an politische Entscheider kommunizieren soll.
Mitmachen und Mitfeiern
Neben den Diskussionen prägen kreative Formate den Tag: Ob Graffitiwall, Siebdruck oder Basketball-Korb – OstVISION brachte politische Beteiligung und Jugendkultur zusammen. Außerdem konnte am Stand von verschiedenen Organisationen sich über Studiengänge oder auch Projektförderungen informiert werden. Zum Abschluss feierten alle bei der Abschlussparty mit zwei lokalen DJs den gelungenen Tag.
Die Konferenz findet im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Chemnitz 2025 statt und wird von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Kooperation mit der Stadt Chemnitz und dem Kulturhauptstadt-Team unterstützt und gefördert durch das Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Sie ist die Auftaktveranstaltung des fünftägigen Festivals “Betonblühen”, das bis zum 12. Oktober in Chemnitz junge Kultur feiert – kostenfrei, vielfältig und von Jugendlichen selbst gestaltet.
Dranbleiben und Vernetzen
Auf der OstVISION sind viele wichtige Forderungen entstanden, gemeinsam mit den vielen Besuchern der Veranstaltung.
Hier sind sie zusammengefasst: Ergebnisse der OstVISION
Zudem ist eine filmische Dokumentation entstanden, die Fakten aus verschiedenen Studien und die geäußerten Bedürfnisse zusammensetzt.
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Außerdem nahm Salon5 die Jugendredaktion des Correctiv-Magazins auf der Konferenz die Stimmen von Besuchern und politischen Entscheidern auf und fügte sie zu zwei Podcastfolgen zusammen. Hier kann man sie nachhören:
Doch damit nicht genug. Damit die Wünsche auch wahr werden können, wurden sie im Treffen mit der Kommunalpolitik den Fachbürgermeistern der Stadt Chemnitz vorgestellt. Einige Tage später konnte die Orga-Crew dann ihre Ergebnisse Elke Büdenbender vorstellen.
„Es ist nicht damit getan, dass einmal die Stimmen der Jugendlichen abgeholt werden, wir wollen jetzt wissen – werden unsere Stimmen WIRKLICH gehört“, sagte eine Jugendliche zum Abschluss der Veranstaltung mit der Schirmherrin der DKJS.
Damit die jungen Menschen ihr Engagement auch aktiv selbst weiterführen können, haben zudem Treffen mit lokalen Einrichtungen und Gruppen aus Beteiligungsstrukturen stattgefunden. Wir sind gespannt, welche Ergebnisse so langfristig erreicht werden können.
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Matthias Labisch
Bildungsmanager für Demokratiebildung und Schülermitwirkung
DKJS Sachsen
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