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Mehrsprachig laut: Wettbewerb prämiert Jugendreden

Zwölf Reden wurden im 2. Durchgang des Wettbewerbs „Mehr Sprachen – mehr WIR” ausgezeichnet – und standen im Mittelpunkt des digitalen Abschlussevents.

17.12.2025

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Im zweiten Durchgang des bundesweiten Redewettbewerbs Mehr Sprachen – Mehr WIR nahmen über 240 Schüler:innen aus ganz Deutschland teil – mit Reden auf Deutsch, sowie in 42 weiteren Sprachen und Varietäten, u.a. Dari, Tchamba, Pashto oder Plattdeutsch. Mit dabei waren auch viele Schüler:innen, die sich bereits im letzten Durchgang beteiligt hatten. In berührenden und klugen Beiträgen haben die Teilnehmer:innen ihre Perspektive geteilt und gezeigt: Mehrsprachigkeit ist eine große Stärke.

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Junge Stimmen, starke Botschaften

 

Unter den Gewinner:innenreden sind in diesem Jahr Beiträge auf Mandarin, Polnisch, Ungarisch, Ukrainisch, Englisch, Spanisch, Isländisch, Aserbaidschanisch, Plattdeutsch und Persisch. Die Jugendlichen beschäftigten sich in ihren Reden mit Themen, wie „Mut und Zuversicht – was gibt mir Kraft und Stärke?“, „Gleich viel wert – Wie gerecht ist unsere Gesellschaft?“ oder „Was bedeutet Freiheit für mich?“. Gewonnen haben jeweils die vier besten Redner:innen aus drei Klassenstufenkategorien (7/8, 9/10 und 11+). Bewertet wurden Inhalt, Auftritt und sprachliche Gewandtheit.

„Jede Sprache ist ein Gewinn. Der Wettbewerb und die Beiträge der Schülerinnen und Schüler machen hör- und sichtbar, welcher Reichtum in den Klassenzimmern lebt. Mehrsprachigkeit eröffnet Chancen und bereichert unsere Gesellschaft. Sprache bedeutet aber auch Zugehörigkeit, sie kann Heimat schaffen, an mehreren Orten.“

Staatsministerin Natalie Pawlik

Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus

Online-Finale auf Social Media

 

Beim Abschlussevent des zweiten Durchgangs im Dezember 2025 standen die zwölf Gewinner:innen im Mittelpunkt – und mit ihnen alle teilnehmenden Schüler:innen, die wieder gezeigt haben, wie bereichernd Sprachenvielfalt für unsere Gesellschaft ist. An der Veranstaltung nahmen die Gewinner:innen, weitere Teilnehmende des Wettbewerbs sowie ihre Lehrkräfte und Angehörigen teil. Gemeinsam feierten sie die Mehrsprachigkeit und starken Stimmen aller Einreichungen.

„Ich bin dem Projekt Mehr Sprachen – Mehr WIR dankbar, weil es daran erinnert, dass Freiheit in Worten und Sprachen lebt, in unserer Fähigkeit, einander zu verstehen. Dank dieses Projekts habe ich verstanden: Sprache selbst ist ein Stück Freiheit. Sie erlaubt uns, uns auszudrücken, unsere Geschichte zu erzählen und Brücken zu bauen.“

Maksym

Teilnehmer des Wettbewerbs

Das Abschlussevent markiert den Auftakt des digitalen Finales, das sich in den nächsten Wochen auf Instagram abspielen wird. Auf dem Kanal des Wettbewerbs @mehrsprachen_mehrwir werden die Highlights der Gewinner:innenreden ausgespielt und wertgeschätzt. Die Redebeiträge der Gewinner:innen in voller Länge sind auf der Website des Wettbewerbs zu finden.

 

Warum Mehrsprachigkeit gefördert werden muss

 

In Deutschland sprechen etwa 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen Deutsch und mindestens eine weitere Sprache zuhause (Mediendienst Integration 2025: Mehrsprachigkeit an Schulen in Deutschland). Die Sprachenvielfalt, die auch in den meisten Klassenräumen Realität ist, ist ein wertvoller Schatz. Gerade für junge Menschen ist die Wertschätzung ihrer Mehrsprachigkeit von großer Bedeutung und trägt zu ihrem schulischen Erfolg bei.

„Schule muss ein Ort sein, an dem jede Sprache wertgeschätzt und das Sprechen mehrerer Sprachen gefördert wird – unabhängig davon, welche Sprachen Kinder und Jugendliche mitbringen. Mit dem Wettbewerb und seinen dazugehörigen Angeboten für Lehrkräfte gehen wir genau das an.“

Anne Rolvering

Geschäftsführung der DKJS

Im Rahmen des Mehrsprachenwettbewerbs bietet die DKJS unterschiedliche Fortbildungsangebote zum Thema Mehrsprachigkeitsförderung für Lehrkräfte an. Auf der Website des Programms sind diese auch nach dem Abschluss des aktuellen Durchgangs kostenfrei verfügbar.

 

Mehr Sprachen – mehr WIR wird von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ausgerichtet und von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus gefördert.