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Gemeinsam gestalten: Wie Schule und Hort abgestimmte Bildungsangebote entwickeln können

26.08.2026

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Grundschule und Hort verbindet ein Bildungs- und Erziehungsauftrag. Sie begleiten dieselben Kinder über den Tag hinweg und schaffen wichtige Bildungs- und Entwicklungsräume. Werden Bildungsangebote und pädagogisches Handeln aufeinander abgestimmt, eröffnet dies die Chance, jedes Kind individueller und ganzheitlicher zu fördern. Wie dies gelingen kann, welche Voraussetzungen hierfür benötigt werden und welche Umsetzungsbeispiele Anregung geben, stand im Mittelpunkt des 2. digitalen Fachimpulses unserer Reihe.

 

Grundlagen kennen – professionelles Selbst- und Bildungsverständnis weiterentwickeln

 

Eine gelingende Zusammenarbeit von Schule und Hort setzt ein wachsendes Bewusstsein für die jeweiligen fachlichen Grundlagen, gesetzlichen Aufträge und strukturellen Rahmenbedingungen voraus – vom Lehrplan und Bildungsprogramm bis zum Schulgesetz und dem KiföG bzw. SGB VIII. Der Austausch dazu kann in der alltäglichen Zusammenarbeit erfolgen.  

Ebenso von Bedeutung ist die Verständigung über das professionelle Selbst- und Bildungsverständnis: Wie schauen wir auf die Kinder? Wie verstehen wir Bildung und worin sehen wir unseren Auftrag? Was bedeutet dies für unser pädagogisches Handeln? Hierfür bietet sich zum Beispiel ein regelmäßiger Austausch zu den Kindern an – geteilte Beobachtungen, Hospitationen, gemeinsam gestaltete Zeit. Zudem können Perspektiven reflektiert, an gemeinsamen Werten und Haltungen gezielt gearbeitet werden.

 

Gemeinsame Bildungsthemen finden

 

Nach Überarbeitung des Grundsatzlehrbandes und des Bildungsprogramms in Sachsen-Anhalt lohnt sich ein Blick auf die überschneidenden Bildungsinhalte. Dabei wird schnell deutlich: Es finden sich Synergien und damit vielfältige Möglichkeiten, schul- und hortseitige Bildungsangebote stärker aufeinander abzustimmen und gemeinsam weiterzuentwickeln.  

Die gemeinsamen Bildungsinhalte reichen von Sprache und Kommunikation über Gesundheits- und Bewegungsförderung, Medien und digitale Bildung hin zu MINT-Themen. Auch die Bereiche soziale und emotionale Entwicklung und Beteiligungskultur in Schule und Hort bieten sich die Entwicklung abgestimmter Bildungsangebote an. Das Spektrum ist breit und vielfältig.

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Anregungen aus der Praxis

 

Wie sich Bildungsangebote von Schule und Hort gemeinsam weiterentwickeln lassen, zeigt eine Reihe erprobter Beispiele: Zur Gesundheits- und Bewegungsförderung können Bewegungsangebote und -zeiten abgestimmt, externe Kooperationen ausgebaut und Rückzugsorte sowie Frei- und Entspannungszeiten geschaffen werden. MINT-Themen können zum Beispiel durch die Teilnahme an Wettbewerben wie „Jugend forscht“ oder pädagogischen Ansätzen wie „Kinder forschen – Entdecken und Forschen im Schul- und Hortalltag“ sinnvoll verzahnt werden. Demokratische Grunderfahrungen, Selbstwirksamkeit und die Weiterentwicklung von Beteiligung von Kindern in Schule und Hort lassen sich über die stärkere Mitbestimmung der Kinder an Alltagsentscheidungen stärken.

Gemeinsam können Regeln für das soziale Miteinander oder die Hausordnung selbst erarbeitet, aber auch Räume und Außengelände mit Kindern umgestaltet werden. Im Bereich der sozial-emotionalen Entwicklung und des Kinderschutzes können Klassenleitung und zuständige Hortfachkraft regelmäßig gemeinsame Zeiten mit den Kindern etablieren. Darüber hinaus können Schule und Hort gemeinsame Fallberatungen zu den Kindern durchführen und abgestimmt bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung zusammenarbeiten. 

 

Die Aufzeichnung zum Nachschauen

 

Der fachliche Input – wie Bildungsangebote abgestimmt, welche Voraussetzungen hierfür benötigt werden und welche Umsetzungsbeispiele Anregung geben – steht als Aufzeichnung zur Verfügung:

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Mehr Informationen

„Kooperation Schule und Hort – Entwicklungsraum für ganztägige Bildungsangebote“ ist ein gemeinsames Modellprojekt des Ministeriums für Bildung, des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). 

 

Ihre Ansprechpersonen
Porträtfoto

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Claudia Köhler

Kooperation Schule – Jugendhilfe

DKJS Sachsen-Anhalt
Otto-von-Guericke-Straße 87a
39104 Magdeburg

+49 39 156 28 77-14
claudia.koehler@dkjs.de

Marlen Sachs

DKJS Sachsen-Anhalt
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marlen.sachs@dkjs.de