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Datengestützte Bildung stärken: SWK-Gutachten setzt klare Impulse für mehr Chancengerechtigkeit

27.03.2026

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Mit der Veröffentlichung des neuesten Gutachtens der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission, dem Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz, rückt das Thema Datenerhebung im Bildungsbereich erneut in den Fokus. Damit gewinnt die Diskussion um datengestützte Entwicklung in Schulen und der frühen Bildung an Dynamik. Denn jetzt sind Zielbild und Arbeitspakete klar. Die nächsten Jahre gilt es, in die Umsetzungsqualität zu investieren.

 

Datennutzung als Schlüssel für mehr Bildungsgerechtigkeit

 

Auch wir beschäftigen uns im Bereich der frühen und schulischen Bildung intensiv mit der Frage, wie Daten genutzt werden können, um Qualität, Zugänge und Teilhabe von Kindern zu verbessern. Denn noch immer verhindern strukturelle Zugangsbarrieren und Datenleerstellen, dass gerade Kinder aus Risikolagen früh und verlässlich von guter Bildung profitieren. Eine systematische sowie hochwertige gut qualitätsgesicherte Erhebung und Auswertung von Daten kann helfen, diese Hürden und Risiken mit klugen Diagnostiken sichtbar zu machen und gezielt abzubauen. Aus unserer Sicht sind besonders der Aufbau länderübergreifender interoperabler Systeme zentral, genauso wie der Kompetenzaufbau bei allen beteiligen Akteur:innen in den Feldern: Data Literacy, Daten-Feedback und die Fähigkeit aus Evidenzen Maßnahmen ableiten zu können. Auch Datenschutz, Datenethik und die Zweckbindung von Daten sind zentrale Elemente.

 

Schulen in der Umsetzung stärken

 

Der Auftrag der SWK ist klar. Es müssen jetzt gemeinsam Ziele für die datengestützte Steuerung entwickelt werden und an diesen entlang die Impulse der SWK implementiert werden. Für die Einzelschule heißt das, agile Entwicklungsarbeit einzuüben. In den Programmen Innovationsraum Schulaufsicht und 100-Prozent-Schulen unterstützen wir Akteur:innen im Schulwesen schon heute bei genau dieser Aufgabe.

 

Chancen im Übergang Kita – Grundschule nutzen

 

Was uns besonders freut? Die SWK betont das Potenzial von datenbasierter Arbeit in Kooperation mit Sorgeberechtigten und Schüler:innen. Digitale Instrumente für Unterrichts- und Schulentwicklung sollten auch eingesetzt werden, um die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und ihren Familien zu stärken. Ein enormes Potenzial sehen wir beim Übergang Kita – Grundschule. Die SWK betont, dass auch hier bereits digitale Erhebungen und Auswertungen helfen können, Kinder frühestmöglich zu fördern und erste Scheren zu vermeiden.

 

Was jetzt wichtig ist

 

  • Verbindliche Ziele für datengestützte Steuerung entwickeln: Bund, Länder und Bildungspraxis sollten gemeinsame Zielbilder und klare Prioritäten für den Einsatz von Daten im Bildungssystem definieren.
  • Interoperable und länderübergreifende Dateninfrastrukturen aufbauen: Systeme müssen kompatibel gestaltet werden, damit Daten sinnvoll zusammengeführt, genutzt und entlang von Bildungsbiografien ausgewertet werden können.
  • Kompetenzen im Umgang mit Daten stärken (Data Literacy): Fachkräfte in Kitas, Schulen, Verwaltung und Aufsicht brauchen gezielte Qualifizierung, um Daten zu interpretieren, Feedback zu nutzen und evidenzbasierte Maßnahmen abzuleiten.
  • Datenschutz, Datenethik und Zweckbindung konsequent sichern: Eine verantwortungsvolle Datennutzung erfordert klare Regeln, Transparenz und Vertrauen bei allen Beteiligten.
  • Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Sorgeberechtigten ausbauen: Digitale und datenbasierte Instrumente sollten gezielt genutzt werden, um Partizipation zu stärken – insbesondere auch an Übergängen wie von der Kita in die Grundschule.
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