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„Bildungsungleichheit entsteht bereits in den ersten Lebensjahren”

01.07.2026

Ein Beitrag von Andreas Knoke-Wentorf

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Andreas Knoke-Wentorf, unser Experte für Frühe Bildung, kommentiert die aktuellen Ergebnisse des Nationalen Bildungsberichts 2026.

 

Chancengerechtigkeit beginnt in der Kita

 

Ein früher Kitazugang für alle Kinder ist eine zentrale Voraussetzung, um den weiterhin bestehenden Bildungsungleichheiten in unserem Land wirksam zu begegnen.

Der am 15. Juni veröffentlichte Nationale Bildungsbericht betont die große Bedeutung, die hochwertige frühkindliche Bildung für die sozialemotionale, sprachliche und kognitive Entwicklung von Kindern hat. Insbesondere dann, wenn sie aus benachteiligten Familien kommen.

Zugleich benennen die Autor:innen sehr klar das damit verbundene Problem: „Die Teilnahme an Kindertagesbetreuung ist jedoch selektiv, was weniger auf unterschiedliche Bedarfe der Eltern […] als vielmehr auf erschwerte Zugänge (neben regional unterschiedlicher Preisstruktur und Verfügbarkeit von Plätzen auch Komplexität und Intransparenz des Vergabesystems) zurückzuführen ist.“

„Bildungsungleichheit entsteht bereits in den ersten Lebensjahren. Frühe Kitazugänge für alle Kinder und eine hohe Kitaqualität sind und bleiben daher die zentralen Voraussetzungen für mehr Bildungsgerechtigkeit.”

Andreas Knoke-Wentorf

Experte für Frühe Bildung, DKJS

Wie bei allen anderen Problemen, die der Bildungsbericht beschreibt, hätte ich mir sehr gewünscht, wir wären hier ein Stück weiter als 2024. So bleiben eine hohe Qualität in der frühkindlichen Bildung und gerechte Kitazugänge zwei wichtige Anliegen, die wir zusammen mit unseren Partnern und Förderern weiter bearbeiten werden, z. B. indem wir

▪️ in NRW – mit unserem neuen Programm Zugang frei: alle Kinder in die Kita gefördert durch die Auridis Stiftung und in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration NRW sowie den Landesjugendämtern Landschaftsverband Rheinland (LVR) und Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) – in den kommenden drei Jahren ausgewählte Kommunen dabei begleiten werden, Kitazugänge gerechter zu gestalten.

▪️ in Schleswig-Holstein derzeit ein Unterstützungsangebot für Familienzentren entwickeln, die sich dieser Aufgaben annehmen.

▪️ als Mitveranstaltende des 1. Deutschen Kita-Symposiums am 04. und 05. Mai 2026 in Berlin gerade eine gemeinsame Abschlusserklärung veröffentlicht haben, die die zentralen Erkenntnisse und den daraus resultierenden Handlungsbedarf bündelt.

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Andreas Knoke-Wentorf

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