19.10.2017 · Aktuelles

Wie können wir noch wirksamer werden?

© dkjs

Karenina Schröder übernimmt in der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung die Leitung der Abteilung Entwicklung & Evaluation. Warum sie besonders auf die Wirksamkeit der Stiftungsprogramme schauen will, erklärt sie im Interview.

Welche Aufgaben hat die Abteilung Entwicklung & Evaluation in der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung?

Unsere Abteilung möchte die Stiftung in drei Feldern stärken: Wirksamkeit, vernetztes Wissen und Innovationskraft. Konkret heißt dies zum Beispiel, dass wir ein Wirkmodell entwickeln und dessen Anwendung in allen DKJS Programmen systematisch unterstützen. In einem Wirkbericht, der 2020 fertig gestellt werden soll, werden die Ergebnisse vorgestellt. Außerdem möchten wir den unglaublichen Wissensschatz der DKJS noch besser nutzbar machen. Wie können wir unser internes Wissen besser vernetzen? Wie können Erkenntnisse aus der Vielfalt von DKJS Programme auch für Menschen außerhalb der Stiftung besser nutzbar werden? Und vor allem, wie entwickeln wir dieses Wissen weiter? Als Abteilung möchten wir aktiv daran mitwirken, eine Zukunftsvision von Bildung zu entwickeln, die DKJS darin zu verorten und innovative Formate der Stiftungsarbeit zu fördern.

Wo möchtest du die Schwerpunkte in deiner Arbeit setzen?

Innovation klingt cooler als Wirksamkeit, aber am Ende tritt die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung an, um mehr Kindern einen besseren Zugang zu Bildung zu verschaffen. Deshalb ist mir Wirksamkeit ein echtes Anliegen. Im Zeitalter der vernetzten Daten wird dies auch mehr und mehr von uns verlangt werden. Woher wissen wir wirklich, dass unsere Interventionen wirken – und zwar besser als andere? Das möchten wir quantitativ und qualitativ quer durch alle Programme prüfen, dabei lernen und die Ergebnisse belegen.

Warum hast du dich für die DKJS als Arbeitgeberin entschieden?

Ich habe in den letzten 15 Jahren für internationale NGOs wie Greenpeace oder Amnesty International gearbeitet. Ihre Kernkompetenz ist es, gesellschaftliche Probleme klar zu benennen, Lösungen zu erarbeiten und diese medienwirksam einzufordern. An der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung finde ich toll, dass sie darüber hinaus an der Umsetzung von Lösungen im Alltag aktiv mitwirkt. Als Mutter von vier Kindern habe ich überdies hautnah gesehen, wie wichtig gute Bildung ist. Mit meiner Arbeit bei der DKJS möchte ich dazu beitragen, dass möglichst viele Kinder diese Chance auf gute Bildung bekommen