Sommercamp futOUR und futOUR+
Was kommt nach der Schule und wie können sich Hauptschüler frühzeitig auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereiten? Viele Hauptschüler treffen beim Übergang in das Berufsleben auf Schwierigkeiten:
15-20 % Schulabgängern in Berlin gelingt nach der 10. Klasse kein erfolgreicher Übergang in die Ausbildung.
12,9 % der Jungen und 8,8 % der Mädchen verlassen die Hauptschule ohne Abschluss.
Die Ursachen sind vielfältig. Oft fehlen den betroffenen Jugendlichen eine realistische Auseinandersetzung mit ihren Stärken und Schwächen und eine Anerkennung dessen, was sie können.
Hauptschüler sind bei der Berufswahl auf wenige Ausbildungsbereiche fixiert und damit unflexibel in ihrer Lebenswegplanung, Wissen darüber, welche Anforderungen die Arbeitswelt bereit hält, praktische Erfahrungen, in betrieblichen Zusammenhängen zu lernen und Vorbilder aus der Arbeitswelt, das Erlebnis, dass Lernen und Arbeit Freude machen können und eigenes erfolgreiches Handeln Befriedigung verschafft.
Auf diese Ausgangslage reagiert das Programm Sommercamp futOUR und stellt die betroffene Schülergruppe ins Zentrum ihrer Aktivitäten. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung bietet mit den Sommercamps Berliner Hauptschülern die Möglichkeit, sich bereits nach Abschluss der 7. Klasse erste Gedanken zur beruflichen Zukunft zu machen.
Die Idee
In den Sommercamps futOUR lernen und erholen sich Berliner Hauptschülerinnen und -schüler in ihren Sommerferien. Sie bereiten sich zudem auf den erfolgreichen Start ins Berufsleben vor. Pro Jahr können rund 80 Hauptschülerinnen und -schüler der 7. Jahrgangsstufe in den Sommerferien am Programm teilnehmen. Das Programm ist eine Kombination aus berufsvorbereitenden Angeboten und selbstwertsteigernden sowie persönlichkeitsbildenen Aktivitäten.
Ziel des Programms
Berliner Hauptschülerinnen und Hauptschüler der 7. Klasse, die an futOUR teilnehmen, können in zwei 3-wöchigen Feriencamps (1 x Süddeutschland, 1 x Norddeutschland) wichtige Kompetenzen für ein zukünftiges Berufsleben erwerben. Die Fakten in Kürze: die Hauptschülerinnen und -schüler sollen ...
- durch die Teilnahme an einem Sommercamp Wertschätzung erfahren und Zeit haben, sich mit sich selbst u. ihrem zukünftigen Leben auseinander zu setzen,
- ihre Wünsche für ihre Zukunft mit den notwendigen Kompetenzen abgleichen, die sie für ein selbstbestimmtes, erfolgreiches Leben erwerben sollten,
- sich in Projektarbeit und Seminaren weiter entwickeln,
- in der gastgebenden Gemeinde des Sommercamps einen Mehrwert schaffen und damit das Glück der eigenen Wirksamkeit erfahren,
- sich erholen, denn neben Lern- und Arbeitsphasen gibt es Sport- und Spielangebote.
Das Programm richtet sich vorerst an Schüler und Schülerinnen Berliner Hauptschulen. Es soll für andere Bundesländer Modellcharakter haben.
Seit Sommer 2007 gibt es zusätzlich futOUR+
futOUR+ ist das Alumni-Camp zur Vorbereitung auf das Berufsleben im Rahmen des Programms Sommercamp futOUR.Mit dem Übergang in die 9.Klassenstufe stehen Berliner Hauptschüler vor einem Betriebspraktikum und dem nahen Schulabschluss.
Im Camp futOUR+ können die im vergangenen Sommercamp futOUR gesammelten Erfahrungen ausgebaut werden. Vielfältige Angebote helfen den Schülern bei der Praktikumssuche und den Bewerbungen: Recherche potentieller Arbeitsstellen, Besuche in Berliner Betrieben und Übungen zur Vorbereitung auf Bewerbungssituationen.
Mehr Informationen unter: www.futOURplus.de
futOUR-Partner
Sommercamp futOUR ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, der Unternehmensgruppe Gegenbauer, der DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement sowie der Beck'schen Stiftung, Berlin in Kooperation mit der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung.
futOUR+ wird ebenfalls durch die DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement ermöglicht.
Kontakt und weitere Informationen:
Wilke Ziemann
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
E-Mail: wilke.ziemann[at]dkjs.de
Tel.: 030 - 25 76 76 31
Fax: 030 - 25 76 76 10
Internet: www.sommercamp-futOUR.de
Kurzfassung der Evaluation vom Centrum für qualitative Evaluations- und Sozialforschung e.v

