Ganztägig lernen: Neue Ideen für die Lehrerausbildung

06.09.10 – Erstes bundesweites Transferforum widmet sich der Ausbildung von Lehrkräften und weiterem pädagogischem Personal für den Ganztag
 

Frankfurt, 3. September 2010. Fast jede zweite Schule in Deutschland ist
mittlerweile eine Ganztagsschule. Diese Schulen, die mit mehr Zeit den Raum für
neue Lernkultur und Kooperationen eröffnen, brauchen gut vorbereitete
Lehrerinnen und Lehrer. Das erfordert ein Umdenken in der Ausbildung von
Lehrkräften im Studium, im Referendariat und in den ersten Praxisjahren. Rund
hundert Teilnehmer aus Schule, Wissenschaft und Verwaltung diskutierten
gestern beim ersten bundesweiten Transferforum in Frankfurt am Main, wie
Studierende und Referendare dabei unterstützt werden können. Die Tagung ist
Bestandteil des bundesweiten Programms „Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“
der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds.

Das länderübergreifende Forum stand unter dem Motto „Ganztagsschule in der
ersten und zweiten Phase der Lehrerausbildung“. Eine der größten
Herausforderungen ist die Verzahnung von Unterricht und außerunterrichtlichen
Angeboten und die damit verbundene Kooperation der Lehrkräfte mit
außerschulischen Partnern, erläuterte Prof. Dr. Karsten Speck (Ossietzky
Universität Oldenburg) in seinem Vortrag zu Professionalität in der
Ganztagsschule. Der Umgang mit unterschiedlichen Qualifikationen, Berufen und
Stundenumfängen muss sich daher auch in der Lehrerbildung widerspiegeln.
Prof. Dr. Katrin Höhmann (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) berichtete im
zweiten Hauptvortrag, wie ganztagsschulbezogene Praxis in den Lehrplänen
pädagogischer Institute und Hochschulen sinnvoll verortet ist.

In den anschließenden Fachforen tauschten sich die Vertreterinnen und Vertreter
aus allen Bundesländern über aktuelle Forschungsergebnisse, erfolgreiche
Beispiele aus der Praxis und deren Übertragbarkeit in andere Bundesländer aus.
Bei der inhaltlichen Konzeption unterstützte das Institut für Schulentwicklungsforschung der Technischen Universität Dortmund. Das
Transferforum findet in den nächsten Jahren an wechselnden Standorten in der
Bundesrepublik statt.

Zum Programm „Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“:
„Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“ ist ein Programm der Deutschen Kinder- und
Jugendstiftung, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und
Forschung und den Europäischen Sozialfonds. Es dient der Beratung und
Begleitung von Ganztagsschulen. Im Zentrum stehen Regionale
Serviceagenturen in allen 16 Bundesländern, die anteilig aus Programm- und
Landesmitteln eingerichtet wurden. Sie betreuen Ganztagsschulen vor Ort und
tragen den länderspezifischen Schwerpunkten und Fragestellungen bei der
Ganztagsschulentwicklung Rechnung.

Pressekontakt Deutsche Kinder- und Jugendstiftung

Claudia Hasse, Tempelhofer Ufer 11, 10963 Berlin, Tel.: 030 25 76 76-64 /
claudia.hasse [at] dkjs.de / www.dkjs.de / www.ganztaegig-lernen.de

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