„Wofür Zahlen gut sind“ - Mathe.Forscher unter der Lupe
13.01.12 – Mathe mal anders: Bei Mathe.Forscher entdecken Schülerinnen und Schüler, wo in ihrem Alltag überall Mathematik auftaucht. Was ihnen besonders gut gefällt: Sie entwickeln Fragestellung und Inhalt „ihres“ Mathe.Forscher-Projekts weitgehend selbst.
Die engagierten und motivierten Schüler machen den Erfolg des Mathe.Forscher-Programms aus. Das ist das zentrale Ergebnis des Zwischenberichts zur Evaluation. Ein Team aus dem Arbeitsgebiet Pädagogische Psychologie an der TU Berlin hatte Schüler und Lehrkräfte Fragebögen ausfüllen und in Gruppen diskutieren lassen.
Prof. Angela Ittel fasst die Ergebnisse zusammen: „Durch die Verknüpfung mit anderen Bereichen und Fächern wird das Fach Mathematik anders wahrgenommen. Dann geht es nicht mehr nur um abstrakte Zahlen, sondern um die Frage, wofür diese Zahlen denn gut sind. Das steigert die Motivation.“ Außerdem gehen die Lehrkräfte für ein Mathe.Forscher-Projekt oft neue Wege. Die Schülerinnen und Schüler profitieren dadurch von aufgelockerten Unterrichtsformen und der Zusammenarbeit mit anderen Bereichen und Fächern. „Was die Kinder und Jugendlichen dabei toll finden, ist das Gefühl, selbstständig arbeiten zu können“, sagt Angela Ittel.
Auch die Lehrerinnen und Lehrer geben dem Programm insgesamt eine gute Note. Der Mathe.Forscher-Ansatz ist für sie ein sinnvolles und aktuelles Unterrichtsinstrument, das Freude am Fach vermittelt und eine selbstständige Aneignung mathematischer Sachverhalte unterstützt. Allerdings wünschen sie sich noch mehr Unterstützung bei der Projektentwicklung. „Für das Programm ist es wichtig, nicht nur mit einzelnen Lehrern zusammenzuarbeiten, sondern dass die Schule das Programm mitträgt. So können zum Beispiel die Unterrichtsstrukturen geöffnet werden. Auf dem Stundenplan steht dann nicht Mathe oder Kunst, sondern drei Stunden Mathe.Forscher, die von Mathe- und Kunstlehrer gemeinsam durchgeführt werden“, sagt Angela Ittel. Sie betont, dass Konzepte langfristig im Schulalltag verankert werden müssen. „Werden Projekte nur punktuell durchgeführt, verpufft sowohl bei den Lehrkräften als auch auf Schülerseite viel Energie.“
Die Ergebnisse des Zwischenberichts sollen jetzt in die Arbeit von Mathe.Forscher einfließen.
Den gesamten Zwischenbericht lesen Sie hier.
Mehr zu Mathe.Forscher auf der Website des Programms.



