Ende gut – alles gut.
17.08.10 – "I like to move it move it" Die Mädchen und Jungen des Sommercamps futOUR holen Shakespeares Romeo und Julia in die Gegenwart und lassen die beiden nach dramatischem Selbstmord zu lauter Musik durch die Kirche tanzen.
Am 12. August fanden in Gnewikow und Naumburg die Abschlussveranstaltungen der Sommercamps futOUR statt. Vor begeistertem Publikum präsentierten die Jugendlichen die Ergebnisse ihrer dreiwöchigen Projektarbeit. Für das Theaterstück zum Beispiel haben die futOURisten alles eigenständig entwickelt: „Wir haben uns selbst ausgedacht, wie wir es spielen“, erzählt der 14-jährige Ahmed Cheikho aus Berlin-Weißensee. Und eine andere Gruppe hat die Kostüme genäht.
80 Berliner Hauptschüler bereiteten sich in diesen Sommerferien auf ihre Zukunft vor. Die Siebtklässler holten sich in den Camps Erfahrungen, die sie so in den Schulen meist nicht machen können. Neben der Arbeit in den Projekten schnupperten sie in verschiedene Berufsfelder hinein und tasteten sich an ein realistisches Bild ihrer Wunschberufe heran. „Ich mag es Haare zu frisieren“, sagt Aida Germano, die sich jedoch auch vorstellen könnte, Sängerin oder Modedesignerin zu werden, aber mit ihrem Besuch im Friseursalon sichtlich zufrieden scheint.
Nicht nur die Teilnehmer sind begeistert von dem Konzept: „Es ist total spannend, die Entwicklung der Jugendlichen über drei Wochen mitzuerleben“, schwärmt Christin Fieber, Leiterin des Holzprojektes, die nun schon zum dritten Mal bei futOUR dabei ist.
Ins Leben gerufen wurde die Initiative von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Zusammenarbeit mit dem Berliner Unternehmer Werner Gegenbauer und der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, seit 2007 unterstützt durch die DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement. Seit 2009 fördert auch die Beck´sche Stiftung, Berlin das Programm. Unterstützt wird das Sommercamp futOUR außerdem durch Sachspenden des Unternehmens Computacenter.



