Lernen mit Web 2.0
05.01.10 – „Das, was wir in der Freizeit machen, holen wir jetzt in die Schule!“, meint Tugba (16) aus einer Gesamtschule in Essen. Sie und die anderen haben bereits Erfahrungen mit Online-Foren und „Webdebatten“. Acht Schulen aus genauso vielen Bundesländern beteiligen sich momentan an einer sechswöchigen Online-Debatte auf der Plattform von SCHOLA-21.
Für die beteiligten Jugendlichen bietet sich damit erstmalig die Chance im Schulalltag in eine Netz-Diskussion einzusteigen und mit eigenen Thesen am Thema zu lernen. „Digitale Inklusion“, so die Überschrift, hat laut den Jugendlichen etwas „Bizarres“. Die Teams haben sich auf der Auftaktveranstaltung am 11. Dezember mit den Dimensionen des Themas auseinandergesetzt und auf Schwerpunktfragen orientiert.
Das Projekt entfaltet kommunikative Fähigkeiten und darüber hinaus Medienkompetenz. „Meistens sind unsere Schüler in Online-Foren völlig auf sich selbst gestellt. In diesem Projekt haben wir die Chance, das Freizeithandeln in den Unterricht zu holen. Die Motivation ist immens.“, so beschreibt es ein beteiligter Lehrer. „Wir erleben eine neue Lernkultur!“, begeistert sich Daniel Groß, Lehrer vom Saarburger Gymnasium.
Das Programm SCHOLA-21 war auch in 2009 aktiv, die Wirkung des Web 2.0 in unterschiedlichen Projekten mit Kindern und Jugendlichen zu untersuchen. Die Online-Debatte wird durch Telefonia O2 unterstützt.



