Wintercamps gehen in Sachsen ins dritte Jahr

02.02.10 – Auch in 2010 finden in den Winterferien in Sachsen wieder fünf Lerncamps statt, die versetzungsgefährdeten Schülern neue Motivation und Lust zum Lernen geben. Vom 7. bis 19. Februar werden diesmal 243 Achtklässler sächsischer Mittelschulen individuell gefördert und auf ihre Versetzung sowie letztlich einen erfolgreichen Schulabschluss hin arbeiten.
 

„Unser Ziel ist es, die Zahl der Schüler ohne Abschluss weiter zu senken“, erklärt Minister Wöller vom Sächsischen Kultusministerium, das zusammen mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Unterstützung durch den Europäischen Sozialfonds die Camps bereits zum dritten Mal in Folge anbietet. Und er hat allen Grund optimistisch zu sein: Im letzten Durchgang schafften 77% der Teilnehmer anschließend den Sprung in die neunte Klasse.

In dem Programm Camp+ - Fit für die nächste Klasse geht es aber nicht nur um die Vermittlung des nötigen Wissens für die Versetzung. Der Unterricht in den Kernfächern Deutsch, Mathe und Englisch ist zwar wichtiger Bestandteil des Camp-Alltags. Ziel ist aber nicht nur Vokabeln und Formeln zu lernen, sondern auch neue Lernstrategien zu vermitteln. Das schnelle Feedback durch die Kleingruppe motiviert, sich richtig ins Zeug zu legen und stärkt das Selbstbewusstsein. Diese neben Faktenwissen für den Schulerfolg ebenso wichtigen Eigenschaften werden durch Gemeinschaftsprojekte, die von den Jugendlichen in Eigenverantwortung geplant und durchgeführt werden, weiter gefördert. Natürlich kommt auch die Freizeit und Entspannung nicht zu kurz – schließlich sind ja Ferien!

Die Betreuung der Jugendlichen beginnt und endet aber nicht mit dem Camp. Jeder Schüler vereinbart vor den Winterferien mit einem Lehrer oder einer Lehrerin aus seiner Schule und einer sozialpädagogischen Fachkraft realistische Ziele für das Camp und die Zeit danach. Bis zum Schuljahresende werden diese dann mehrmals im Monat gemeinsam überprüft und angepasst. Die Kopplung der zwei Module „Camp“ und anschließende „Weiterbetreuung“ – so die Erfahrung der letzten Jahre -  erwiesen sich als besonders wirkungsvoll.  Drei Viertel der Jugendlichen gaben im letzten Jahr an, ihr Selbstvertrauen gestärkt zu haben und über 80% wollten zukünftig mehr für die Schule tun.